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Ein Markt zum Verlieben

Strahlend blauer Himmel über Klein Borstel, angereichert mit Sonnenschein und guter Laune – das muss der Tag vom Martinsmarkt gewesen sein. Und richtig: Dieser lud am Sonntag, dem 10. November wieder zu geselligem Miteinander und fröhlichem Austausch ins Gemeindehaus.

Es ist ja gemeinhin journalistische Pflicht, stets neutral zu berichten. Drauf gepfiffen! Die Redaktion des Klein Borstelers schmeißt diese Prämisse jetzt ausnahmsweise mal über Bord und outet sich hiermit als langjähriger, großer Fan unseres wunderbaren Martinsmarktes. Es ist jedes Mal eine echte Freude zu erleben, was die aktiven Mitglieder der Kirchengemeinde Maria Magdalenen für diesen Tag alles auf die Beine stellen und wie sie generationsübergreifend viele Menschen des Stadtteils zusammenbringen.
Im Anschluss an den Gospel-Gottesdienst in der Kirche von Maria Magdalenen öffnen sich traditionell die Türen vom Gemeindehaus. Die Stände und der Vorplatz waren – wie auch die Sitzplätze an den Tischen in der Bibliothek – schnell gut gefüllt. Alle Hungrigen konnten sich mit köstlichen, frischen Suppen oder herzhaften Salaten stärken, genossen eine Grillwurst, duftende Waffeln oder gönnten sich ein Glas Sekt oder eine Tasse Kaffee zu einem Stück Kuchen. Alles war von liebevoller Hand frisch zubereitet und wurde charmant mit einem Lächeln serviert. Überall wuselten hilfsbereite Konfis und Pfadis durch die Gänge, räumten Tische ab, verkauften Lose, schenkten frisches, – und übrigens kostenfreies – Wasser in die Karaffen oder saßen an den Verkaufsständen. Toll.
Vieles fand an den verschiedenen Ständen willige Abnehmer: Marmeladen und Gelees, Kekse und Öle, Karten, Patchwork in vielen Variationen, Gestricktes und Gefilztes, pfiffige Adventskränze, und natürlich die Angebote des beliebten Erlebnisverkaufs. Und so können sich noch in diesem, oder auch im kommenden Jahr wieder BewohnerInnen des Stadtteils treffen, sich kennenlernen, zusammen Spaß haben und etwas erleben: Hamburgs versteckte Highlights bei einer Fahrt im Oldtimer, Geschichten, Musik und Leckereien aus Brasilien, gemeinsam Boßeln im Hummelsbüttler Moor, Radiergummis basteln für Kinder, ein Besuch beim Klein Borsteler Imker mit leckerem Honigbrot, ein Filmabend mit Fingerfood und Rotwein und, und, und. Toll, was hier immer wieder an Angeboten von engagierten Nachbarn zusammenkommt. Im Saal luden außerdem auch Stände des Fördervereins Maria Magdalenen, von Klein Borstel hilft sowie vom lebendigen Adventskalender zum informativen Austausch ein. Die Kleinsten versorgte ein Basteltisch der Kita mit Kurzweil und Unterhaltung.
In der Jurte erklangen derweil ums Lagerfeuer bei leckerem Tschai musikalische Gitarrenklänge und Gesang. Der Bücherflohmarkt lockte und natürlich war auch die jährliche Tombola wieder ein Renner und bot – dank zahlreicher, großzügiger Spenden – eine bunte Palette verschiedenster Gewinne für Jung und Alt.
Der Höhepunkt zum Nachmittag war wieder die amerikanische Versteigerung eines liebevoll gestalteten Quilts der Handarbeitsgruppe. Pastor Melsbach übernahm dafür mit Megaphon die Moderation, motivierte die BesucherInnen zum Mitsteigern und durfte letztlich verkünden, dass der Quilt für 193,- Euro an die Pfadfindergruppe geht, die im Rennen um das letzte Gebot nicht locker ließ und zurecht das tolle Einzelstück nun ihr eigen nennen darf. Glückwunsch.
Alle Erlöse des Martinsmarktes werden traditionell geteilt. Die eine Hälfte geht an die Gemeinde, die andere an ein Projekt. Das ist in auch in diesem Jahr wieder „Ankerland“ – ein gemeinnütziger Verein, der sich um schwer traumatisierte Kinder, Jugendliche und junge Geflüchtete kümmert. Er bietet Information und Beratung sowie in seinem Trauma-Therapiezentrum in Eppendorf auch professionelle Behandlung an. Weitere Informationen dazu finden sich im Internet unter www.ankerland.de.
Die Verantwortlichen des Martinsmarktes möchten allen HelferInnen danken: den KonfirmandInnen und deren Eltern, den SpenderInnen der kulinarischen Köstlichkeiten und der Tombolagewinne, den Verantwortlichen für die Stände – einfach allen, die diesen Tag möglich machen und zu seinem guten Gelingen beitragen. In Klein Borstel funktioniert das Gemeindeleben prima. Dafür ist der Martinsmarkt ein wunderbares Beispiel. Denn es ist schön, sich dort zu treffen, ins Gespräch zu kommen, Spaß zu haben, einen genussvollen Tag zu erleben, auch wenn man mal ohne Tombola-Gewinn von dannen ziehen muss.

Adventskaffee mit Julklapp

In der Vorweihnachtszeit steht beim Heimatverein traditionell ein weihnachtlicher Nachmittag bei Kaffee, Torte und Kuchen im Gemeindehaus auf dem Programm. Am Samstag, dem 14. Dezember um 15 Uhr ist es wieder soweit. Gemütlicher Klönschnack und gemeinsames Singen stehen diesmal im Vordergrund. Für die musikalische Begleitung sorgt kein Geringerer als der 2. Vorsitzende des Heimatvereins, Sven Mamero, mit seiner Gitarre. Außerdem soll es zum süß-besinnlichen Genuss auch einen Julklapp geben. Die Geschenke dafür besorgt der Heimatverein. Lassen Sie sich überraschen!
Der Preis für den adventlichen Nachmittag beträgt für Mitglieder des Heimatvereins 15,- Euro, andere Gäste zahlen 18,- Euro. Verbindliche Anmeldung ab sofort per Mail an info@kleinborsteler.de.

Tannenbaum – Schreddern

Der Heimatverein lädt am Samstag, dem 11. Januar ab 13 Uhr alle BewohnerInnen des Stadtteils herzlich ein, mit ihrem abgeschmückten Weihnachtsbaum ins Dorfzentrum zu kommen, um diesen schreddern zu lassen. Vor Fellmanns Blumengeschäft warten nicht nur der Häcksler, sondern auch ein wärmendes Heißgetränk, eine Knackwurst und munterer Klönschnack. „Wir freuen uns, dass wir das gesellige Tannenbaum-Schreddern wieder als regelmäßigen Termin im Jahreskalender etablieren konnten und natürlich sind auch alle, die keinen Weihnachtsbaum schreddern lassen, sondern nur so vorbeischauen möchten, herzlich willkommen“, so Sven Mamero, 2. Vorsitzender des Heimatvereins Klein Borstel. Er betont aber auch, dass alle, die ihren Baum mitbringen, diesen bitte komplett abschmücken und von Lametta und anderen metallischen Teilen müssen, da er sonst nicht in den Häcksler darf.