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Tschüss Kuhwiese – Willkommen Kita Stübeheide

August 2018. Montag. 10 Uhr morgens. Klein Borstel. Die Sommerhitze liegt bereits über dem Stadtteil und ein kleiner, roter Bagger rumpelt über die steinige, holprige Zuwegung zur neuen Kita an der Stübeheide gegenüber der Albert-Schweitzer-Schule. Auch im Garten ist noch nicht alles so schick, wie es sein könnte. Mangels Regen konnte der Rasen nicht wirklich gut wachsen, was viele kahle Stellen zwischen dem Grün deutlich veranschaulichen. Aber das Spielgerüst steht und drinnen ist ohnehin bereits der Kita-Alltag in vollem Gange. Zwei Krippengruppen für die Kleinen und zwei Elementargruppen für Kinder ab drei Jahren sind in ihre Räume eingezogen. Und das bunte Begrüßungsschild mit Weltkugel zeigt, dass es hier international zugeht. Und das nicht nur, weil rund die Hälfte der betreuten Kinder in der benachbarten Folgeunterkunft am Anzuchtgarten wohnt – auch die insgesamt sieben Erzieher/innen sind ein „bunter Haufen“. Das Sprachenpotential im Betreuerstab ist beachtlich: türkisch, ghanaisch, englisch, kurdisch, französisch, farsi und serbokroatisch stünden zum kommunikativen Austausch zur Verfügung. Aber gesprochen wird hier letztlich deutsch. Mit den Kindern genauso wie mit deren Eltern – zur Not mit Unterstützung der Zeichensprache. Denn auch für einige Eltern hat mit dem Kita-Start des Kindes ein Lernprozess begonnen: Das eigene Kind in fremde Hände zu geben, jeden Morgen pünktlich zu sein und den Pädagogen zu vertrauen fällt nicht jedem leicht – egal wo er herkommt. „Aber hier hat sich bereits vieles entspannt“, berichtet Kita-Leiter Dieter Kubin.

60 Kinder werden es im Herbst sein, die hier wochentags zwischen fünf und zehn Stunden betreut sind – je nach Kita-Gutschein der Eltern. Noch sind übrigens ein paar Plätze frei. Wer also Bedarf hat oder kennt, darf sich gerne unter Tel. 040 – 241 84 155 melden. Am 18. Juni hat die Kita eröffnet. Eine dreiwöchige Sommerpause gab es diesmal nicht. Das wäre für die Kinder ein zu großer Stress gewesen, direkt nach der Eingewöhnung gleich wieder aus dem neuentdeckten Miteinander im Kindergarten herausgerissen zu werden.
Kita-Leiter Dieter Kubin betont: „Wir sind eine verhältnismäßig kleine Kita. Pädagogisch gute Qualität ist für uns dadurch einfacher zu gewährleisten. Auch ich kann mich, obwohl ich für viel Organisatorisches verantwortlich bin, mit in die pädagogische Arbeit einbringen und am Leben der Kinder und Eltern teilhaben.“ Träger der Kita Stübeheide ist die Pedia, die bereits neun weitere Kindergärten in Hamburg betreibt – zwei davon bilingual. Sie versteht sich nicht nur als Träger im Sinne spielerischen Erlebens, sondern auch als Bildungsinstitution mit dem Anspruch, Kindern die bestmögliche pädagogische Förderung in verschiedensten Bereichen zu bieten. Sándor Heinrich, Assistent der Geschäftsführung ergänzt: „Unser Ziel ist es, allen Kindern ein Aufwachsen in einem liebevollen und persönlichen Umfeld zu ermöglichen und somit zu helfen, dass diese einen guten Start ins Leben finden und ihre Bildungsbiografien schon früh selbst gestalten können.“
Dass die neue Kita nur entstanden ist, weil sich durch die Folgeunterkunft für Geflüchtete am Anzuchtgarten ein erhöhter Bedarf an Kinderbetreuung im Stadtteil ergeben hat, ist für die Mitarbeiter längst kein Thema mehr. „Wir kommen hier jeden Morgen alle zusammen, egal wo wir herkommen. Und wir machen überhaupt keine Unterschiede, ob ein Kind aus der Unterkunft kommt oder irgendwo anders in Klein Borstel wohnt. Kind ist Kind“, sagt Dieter Kubin. Und den Kleinen ist das ohnehin schnuppe. Hauptsache, man kann gut zusammen spielen – oder tolle Ausflüge machen zum großen Alstertal-Spielplatz, der im heißen Sommer ein regelmäßiges Ziel war. Zum Mittagessen war man dann aber immer wieder rechtzeitig an der Stübeheide. Dieses wird von einem erfahrenen Caterer geliefert und dann in der hauseigenen Küche zurecht gemacht. Zuständig dafür ist Ranka Dilouh, die auch für kleine, gesunde Snacks und das Frühstück sorgt. Auf dem Speiseplan steht viel Vegetarisches, aber auch Fleisch – nur kein Schwein, wie es auch in vielen anderen Kitas üblich ist. Dies hat allerdings weniger etwas mit religiöser Rücksichtnahme, als vielmehr mit gesundheitlichen Aspekten zu tun.

Dieter Kubin freut sich sehr, dass es bisher ausschließlich positive Resonanz aus dem Stadtteil zur neuen Kita gab. „Wir haben das Gefühl, dass sich viele auf die Kita gefreut haben und wir mit offenen Armen empfangen werden. Ressentiments, die im Vorfeld vielleicht zu befürchten waren, gibt es überhaupt nicht.“ Natürlich gab es mal hier und da eine kritische Nachfrage von Elternseite, aber alles in einem gesunden Austausch. Und auch mit den direkten Nachbarn herrscht ein gutes Miteinander. Mit den Bauwagenbewohnern „Borribles“, deren Zaun direkt an den Kita-Garten grenzt, lebt man in ebenso beschwerdefreiem Miteinander wie mit den Nachbarn der Frank’schen Siedlungshäuser gegenüber vom Eingang. Nun gut – der eine oder andere Hundebesitzer ist vielleicht nicht so glücklich, dass von der guten, alten Kuhwiese nun gar nichts mehr übrig ist, wo man sein Tier laufen lassen kann. Und manch einer hätte auch immer noch gern den Fußballplatz aus vergangenen Zeiten zurück. Aber dieses Kapitel der Stadtteilgeschichte ist nun endgültig ad acta gelegt, zumal das Grundstück als Schuleigentum auch langfristig wohl nicht mehr als Grünfläche zur Verfügung stehen wird. Apropos Schule: Vorschulkinder gibt es in der Kita Stübeheide in diesem Jahr noch keine, aber für einige stehen demnächst die Vorstellungen zur Viereinhalbjährigen-Untersuchung an. Dementsprechend fließt dann ab 2019 auch hier die Vorschul-Arbeit in den Kita-Alltag ein. Und auch eine kleine Kooperation mit dem Seniorenheim Haus Alstertal wünscht man sich, um dort regelmäßig zum gemeinsamen Spielen mit Alt und Jung vorbeizuschauen.
Die Pedia ist übrigens im Wohlfahrtsverband, der Paritätische, organisiert und Mitglied im Deutschen Kinderschutzbund. „Auch dadurch garantieren wir die Qualität unserer Arbeit und können die Interessen, der in unseren Einrichtungen betreuten Kinder sowie deren Familien auf politischer Ebene nachhaltig vertreten“, so Sándor Heinrich.

Wer die Kita Stübeheide mal persönlich in Augenschein nehmen möchte, obwohl er kein Kind dort hat, kann dies am Samstag, dem 22. September. Dann veranstaltet die Kita von 10 bis 16 Uhr einen Tag der offenen Tür.

Canastaspieler gesucht

Immer am ersten Montag im Monat lädt der Heimatverein ab 19 Uhr die Kartenspieler/innen in Klein Borstel zum gemeinsamen Reizen und Zocken. Dann wird im Familienzimmer vom Gemeindehaus ein ordentlicher Skat gekloppt – und eigentlich kann auch Canasta gespielt werden. Die Betonung liegt allerdings auf „eigentlich“, denn seit einiger Zeit fehlen hierfür genügend Mitspieler/innen. Vielleicht findet sich ja der eine oder die andere, um die entstandenen Spielerlücken zu fühlen. Interessenten können sich für weitere Infos gerne bei Arnold Meinecke unter Tel. 5935 37 88 melden.

Lesung mit Vijak Bayani

Der Ernst des Lebens macht auch keinen Spaß – so lautet der Titel des Jugendromans von Christoph Wortberg. Am Freitag, dem 14. September findet in der Kulturkapelle 6, Ohlsdorfer Friedhof um 19 Uhr eine Lesung aus diesem Werk statt. Vijak Bayani, die Schauspielerin und Regisseurin aus Wellingsbüttel, die regelmäßig auf Stipvisite in Klein Borstel ist, leiht dem Autor ihre Stimme und liest aus der Geschichte von Lenny. Er ist 16 Jahre alt, sein zwei Jahre älterer Bruder Jakob liegt im Krankenhaus im Koma und wird künstlich am Leben gehalten. Die Ärzte haben keine Hoffnung mehr, dass Jakob wieder gesund wird, und so beschließt die Familie, dass bei Jakob die lebenserhaltenden Geräte abgeschaltet werden sollen: Ein schlimmer Moment, bei dem Lenny und seine Eltern anwesend sind, und er läutet schwere Tage für die Familie ein. Lenny hat seinen älteren Bruder Jakob immer bewundert. Den Großen, den Alleskönner. Doch jetzt ist Jakob tot. Lenny beginnt, Fragen zu stellen. Wer war sein Bruder? Wer ist er selbst? Und was, zum Teufel, ist der Sinn des Lebens ohne Jakob? Da trifft Lenny auf Rosa. Sie kannte seinen Bruder. Besser als er ahnt.
Musikalisch umrahmt wird die Lesung vom Klavier-Duo Annette und Atanas Kareev aus Hattingen. Der Eintritt ist frei – Spenden sind herzlich willkommen. Veranstalter sind Kultur Klein Borstel, das Parkmanagement und Kinder PaCT Hamburg e.V.

Maritim musikalisch

Am Donnerstag, dem 27. September, 19.30 Uhr, präsentieren Gesangsschülerinnen des Hamburger Konservatoriums unter der Leitung von Tanya Aspelmeier in der Kapelle 6 auf dem Ohlsdorfer Friedhof einen unterhaltsames Abendprogramm mit Arien und Lieder vom Barock bis zum Musical rund um das Thema Meer, Wasser und Nixen. Die Friedhofstore am Haupteingang sowie in der Nähe der Kapelle 6 bleiben für die Veranstaltung länger geöffnet. Der Eintritt ist frei, Spenden werden aber gerne genommen.

Country-Musik live

Der Heimatverein möchte mal wieder etwas Neues ausprobieren. Am Samstag, dem 20. Oktober kommt die Band „Silver Dollar“ nach Klein Borstel, die ein buntes, unterhaltsames Musikprogramm mit Country- & Western-Musik bis hin zum Bluegrass präsentiert. Mitsingen und -tanzen ist beim Konzert ausdrücklich erwünscht. Für das leibliche Wohl ist gesorgt, denn ein privater Hausschlachter aus Trittau kommt mit einem riesigen Spanferkel und die weiße Heimatverein-Bar ist aufgebaut. Beginn der Veranstaltung ist um 17.30 Uhr mit Essen und Getränken, die Band spielt ab 18.30 Uhr. Das Ganze findet im Gemeindesaal der Kirche, Stübeheide 172, statt.
Der Eintrittspreis beträgt 25,- Euro, Mitglieder des Heimatvereins zahlen 19,- Euro. Im Preis enthalten sind die Musik, eine Portion Spanferkel und ein Getränk. Der Kartenvorverkauf beginnt am 17. September in der Buchhandlung „Tolle Geschichten“, Tornberg 32 oder in der Geschäftsstelle des Heimatvereins in der Stübeheide 166. Bestellen können Sie auch per E-Mail unter: karten@hvkleinborstel.de.

Plakatwand in Klein Borstel

Die Stellwand vom Heimatverein Klein Borstel steht im Dorfkern – direkt vor Mein Friseur Meinecke an der Stübeheide. Hier lassen sich Veranstaltungen und andere nicht-gewerbliche Informationen veröffentlichen. Allerdings soll hier nicht wahllos angeklebt werden. Wer Interesse hat, den Platz für eine Ankündigung zu nutzen, kann sich wenden an: Jürgen Bergner, Tel.0170 – 930 93 71