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Auf ein Neues

Manchmal ist das mit Traditionen so eine Sache. Zum einen heißt es, bestimmte Rituale und Bräuche seinen wichtig, um generationsübergreifend kulturelle und gesellschaftliche Werte zu vermitteln und zu erhalten. Zum anderen ist es natürlich eine persönliche Entscheidung, welche Traditionen man bewahren und regelmäßig ausüben möchte.

Nehmen wir den Tannenbaum: Ursprünglich ein heidnischer Brauch, ist es doch nicht wegzudenken, dass wir ihn zum christlichen Weihnachtsfest aufstellen und schmücken. Schließlich gehört es seit mehr als 500 Jahren dazu, die düstere Winterzeit mit grünen Pflanzen als Symbol für neues Leben sowie mit Kerzen als Hoffnung auf mehr Licht zu schmücken. Aber was ist mit der Baum-Entsorgung nach dem Fest der Liebe. Nun, der eine wirft ihn emotionslos an den Straßenrand, die andere hat ihn vorausschauend im Topf gekauft und pflanzt ihn wieder in die Natur. Und dann bietet der Stadtteil Klein Borstel noch die Möglichkeit, den abgeschmückten Christbaum kurz nach dem Jahreswechsel in einen laut röhrenden Schredder zu werfen und sich dabei in der Gemeinschaft ein letztes Mal an weihnachtlichem Glühwein zu wärmen.

Diese Tradition hat immer dann viele Anhänger, wenn sie mit Sonnenschein und im besten Fall glitzerndem Neuschnee kombiniert ist. Im Fall von konsequentem Nieselregen und grauem Himmel sieht das schon ganz anders aus. Dann bröckelt das Traditionsbewusstsein im Stadtteil und es zieht nur noch die Hartgesottenen zum Ort des Geschehens. Der Rest der Bevölkerung macht es sich lieber kuschelig und bleibt im Trockenen. Ganz ehrlich? Total verständlich!
Aber alle, die an dem verregneten Januarsamstag in den Dorfkern zum Schreddern kamen, hatten dennoch ihren Spaß und gute Laune. Es waren nicht viele, aber immerhin rund 25 Bäume und einiges an Tannengrün, das sich angesammelt hatte, landeten in der Häckselmaschine. Carsten Fellmann hatte das Gerät und alles andere an gärtnerischem Equipment besorgt und war – mit Unterstützung von Hendrik Lang – für die grobe Zerstörungsarbeit zuständig. Das Kleinholz landete in einem Hänger und anschließend übrigens als „Bio-Dünger“ im Garten von Stefanie und Carsten Fellmann.
Die Veranstalter von der IG Klein Borstel und dem Heimatverein versuchten mit einem Pavillon und Stehtischen einen Ansatz von Gemütlichkeit zu vermitteln. Heiße Würstchen, Glühwein und Punsch wurden im überdachten Fellmann’schen Kabuff offeriert.
Ja, manchmal ist es mit Traditionen so eine Sache. Die Zukunft des „Tannenbaum-Schredderns“ ist aktuell noch offen. Da es – so die Prognose – auch in den Jahren 2020, 2021, 2022 – selbst für die netteste Outdoor-Tradition noch keine Schönwetter-Garantie geben soll, werden sich die Veranstalter rechtzeitig zum nächsten Winter ihre Gedanken machen. Sollte es ein positives Ergebnis geben, wird dies im Klein Borsteler verkündet.

Canastaspieler gesucht

Immer am ersten Montag im Monat lädt der Heimatverein ab 19 Uhr die Kartenspieler/innen in Klein Borstel zum gemeinsamen Reizen und Zocken. Dann wird im Familienzimmer vom Gemeindehaus ein ordentlicher Skat gekloppt – und eigentlich kann auch Canasta gespielt werden. Die Betonung liegt allerdings auf „eigentlich“, denn seit einiger Zeit fehlen hierfür genügend Mitspieler/innen. Vielleicht findet sich ja der eine oder die andere, um die entstandenen Spielerlücken zu fühlen. Interessenten können sich für weitere Infos gerne bei Arnold Meinecke unter Tel. 5935 37 88 melden.

Jahreshauptversammlung

Es darf abgestimmt und diskutiert werden. Am Dienstag, dem 19. Februar findet um 19.30 Uhr die Jahreshauptversammlung des Heimatvereins Klein Borstel e.V. statt. Treffpunkt ist der Gemeindesaal an der Stübeheide 172. Wichtige Themen sind die Berichte des Vorstands über Gewesenes, die Planungen für 2019 sowie Wahlen. Zur Wahl stehen diesmal der 1. Vorsitzende, die Schatzmeisterin, der 2. Schriftführer, die Beisitzer und zur Nachwahl der 1. Schriftführer. Alle Mitglieder sind herzlich dazu eingeladen, Ihre Stimme abzugeben, ihre Meinung kundzutun, ihre Ideen einzubringen sowie im Anschluss noch ein bisschen gemütlich bei Speis und Trank zu klönen.

Internationales Pub-Quiz

„In welchem Land trifft man Menschen, die die Füße gerne auf den Schreibtisch legen?“ „Wo ist es oberstes Gebot der Gastfreundschaft, Gästen das eigene Bett zum Schlafen anzubieten?“ „Küsst man Freunde in Frankreich einmal, zweimal oder dreimal, wenn man sie grüßt?“ Wer im vergangenen Jahr an dem International Pub-Quiz von Kultur Klein Borstel teilgenommen hat, kann diese und noch weitere knifflige Fragen problemlos beantworten. Wer sein Wissen über internationale Sitten und Gebräuche wieder auffrischen, vertiefen, teilen oder testen möchte, hat nun die Gelegenheit, beim zweiten International Pub-Quiz mitzumachen – am Samstag, dem 23. Februar um 19.30 im Gemeindesaal. Ganz im Sinne des internationalen Austauschs greift Kultur Klein Borstel eine Tradition auf, die die Briten seit den 70ern pflegen. Unter Anleitung eines Quizmasters können sich alle Interessierten bei diesem unterhaltsamen Abend über Sitten, Gebräuche, Höflichkeit und Respekt in den verschiedenen Kulturen austauschen. Die Veranstalter freuen sich, wenn die TeilnehmerInnen eine Kleinigkeit (nur zum nebenbei Naschen) aus ihrer Heimat oder einem anderen Land zur Stärkung mitbringen.

Plakatwand in Klein Borstel

Die Stellwand vom Heimatverein Klein Borstel steht im Dorfkern – direkt vor Mein Friseur Meinecke an der Stübeheide. Hier lassen sich Veranstaltungen und andere nicht-gewerbliche Informationen veröffentlichen. Allerdings soll hier nicht wahllos angeklebt werden. Wer Interesse hat, den Platz für eine Ankündigung zu nutzen, kann sich wenden an: Jürgen Bergner, Tel.0170 – 930 93 71