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Mehr tun – Mehr wissen – Meer schützen

Wer auf dem großen Flohmarkt in Klein Borstel am 1. September seinen Blick aufmerksam schweifen lässt, der wird auch einen Infostand der Meeresschutzorganisation „DEEPWAVE e.V.“ entdecken. Das Organisationsteam des Heimatvereins und der IG der Gewerbetreibenden unterstützt damit die Arbeit des Vereins, der sich der Aufklärung und der Wissensvermittlung zum Zustand der Weltmeere verschrieben hat und außerdem aufzeigt, was jede/r Einzelne tun kann, um die Ozeane zu schützen.

Das Ökosystem Erde ist in Gefahr. Die Ursache dafür ist der Klimawandel, der Verursacher ist der Mensch. Dies bestätigte der Weltklimarat (IPCC) in seinem jüngsten Bericht. Das internationale Gremium aus 800 WissenschaftlerInnen bündelt darin den aktuellen Sachstand bei der globalen Erwärmung der Erde und kommt zu neuen unangenehmen Prognosen zum Klimawandel. Die letzten dreißig Jahre waren die wärmsten seit mindestens 1.400 Jahren. Und die globale Erwärmung wird sich laut IPCC bis zum Ende des Jahrhunderts um bis zu vier Grad erhöhen, wenn die Emissionen der klimarelevanten Gase nicht reduziert werden.

Der Müll auf und in den Meeren ist ein weiteres der dringendsten Probleme der Welt. Jedes Jahr kosten die entsorgten Überbleibsel Tausenden von Organismen das Leben, indem sie daran ersticken oder sich darin verwickeln. Der Müll beeinträchtigt auch wichtige marine Lebensräume als Ganzes, wie z.B. die Korallenriffe und Seegrasbänke. Plastikflaschen gelangen in den offenen Atlantik und der schwimmende Müll über die Ozeanströme bis in die Arktis und Antarktis.
Ein wesentlicher Grund für die Müllmengen ist Unachtsamkeit – Menschen lassen den Müll einfach fallen. Doch der Abfall findet seinen Weg in die Ozeane. Das Resultat sind buchstäblich Tonnen von Zigarettenstumpen, Hygieneartikel, Spritzen und Flaschen im Wasser und an den Stränden.Plastik ist nahezu unzerstörbar.
Die Meeresschutzorganisation Deepwave e.V. setzt sich für den Schutz der Weltmeere ein. Sie wurde im Frühjahr 2003 vom Klein Borsteler Onno Groß, einem Meeresbiologen und Tiefseeforscher, gemeinsam mit einer kleinen Gruppe Meeresbegeisterter in Hamburg gegründet. Seitdem ist sie regional und international aktiv und klärt durch Öffentlichkeitsarbeit, Kampagnen und Projekte über den Zustand der Ozeane und ihrer Bewohner auf. Ziel ist es, zur Entwicklung und Förderung umweltverträglicher Strukturen für das Ökosystem Meer beizutragen, die Menschen für die Erhaltung der Ozeane zu begeistern, zu kritischem Hinterfragen anzuregen und zum Handeln anzuspornen.
„Wir alle haben die Verantwortung, unsere Umwelt so zu erhalten, dass sie auch unseren Kindern und Kindeskindern noch ein lebenswertes Dasein ermöglicht. Denn nur indem wir die Ressourcen unseres Blauen Planeten nachhaltig nutzen und ein Bewusstsein für den globalen Zusammenhang seiner Gefährdungen entwickeln, können wir das gemeinsame Erbe des Weltmeeres für künftige Generationen erhalten“, appelliert Onno Groß . Er selbst kann die Arbeit seines Vereins nicht mehr vorantreiben und unterstützen. Denn im Oktober 2016 kam er in Budapest, wo er einen Vortrag für Jugendliche zum Thema Plastikmüll hielt, auf tragische Weise ums Leben. Ein Schock für viele – lebensverändernd für seine Frau Anna und die beiden Söhne.
„Nicht nur sein Herzschlag setzte aus, auch der von Deepwave. Onno hat den Verein gegründet, erfunden, weiterentwickelt, vorangetrieben, die inhaltliche Arbeit geleistet, für die Deepwave steht. Er selbst stand in der Öffentlichkeit und in politischen Zusammenhängen für alle Belange der Meere ein, hat die Menschen zusammengeführt, die sich in seinem Sinne für die Meere einsetzen und die über den ganzen Erdball verstreut sind. Der erste Gedanke aller, die mit ihm zusammengearbeitet haben: Ohne Onno gibt es kein Deepwave. Doch dann wurde deutlich:
Es gibt die Verantwortung, das Engagement von Deepwavefür die Meere fortzusetzen. Das, was Onno für seine geliebten Meere getan hat, weiterwirken zu lassen.“ Anna Groß – die auch unter dem Künstlernamen Anna Mandel bekannt ist – und ihre Söhne Heye und Tjark beschlossen, die Arbeit fortzusetzen. Direkt aus Klein Borstel, wo sich aktuell das Büro von Deepwave befindet. Von dort aus geht es regional, national, international und viral hinaus in die Welt. Heye Groß ist seit 2017 der 1. Vorsitzende des Vereins und sagt: „Man hat das Gefühl, die Welt bricht auseinander und niemand kann sagen, wie es morgen aussieht. Doch gerade in diesen Zeiten ist es umso wichtiger, Zusammenhalt zu bieten und Gemeinschaften zu gründen. Daher wollen wir dafür sorgen, dass Onnos Arbeit, Wille und Energie nicht verebben.“
Denn die Auswirkungen des Klimawandels auf die Meere sind vielfältig und beginnen, ihre volle Wucht zu entfalten. Historische Daten und aktuelle Prognosen zeichnen ein düsteres Bild: Temperaturstress, Meeresspiegelanstieg, Küstenerosion und Versauerung verändern die marinen Ökosysteme in vielen Regionen drastisch. Die Folgen für Meer und Mensch sind gravierend. Die Erde ist ein Planet des Wassers: Die Hälfte des Lebensraums auf unserem Blauen Planeten bildet die Hoch- und Tiefsee. Dieses größte Ökosystem bildet den Lebensraum für Millionen Tier- und Pflanzenarten, ist wesentlicher Motor im globalen Klimageschehen und eine Quelle für Nahrung und Rohstoffe für die Menschheit.
Deepwave hat eine sehr informative Website, die einen stets aktuellen und zuverlässigen Überblick über deutsche und andere Meeresschutzkampagnen bietet. Außerdem nutzt der Verein auch die Felder der Kultur, Ausstellungen, Filme, Konzerte, Theater, Literatur für den Meeresschutz. „Wir haben außerdem Onnos umfangreiches Archiv gesichtet und dokumentiert, um es zukünftig zur Verfügung stellen zu können, seine Vorträge, Texte, Interviews, Filme, in denen er mitgewirkt hat, und seine außergewöhnliche Bibliothek,“ berichtet seine Frau Anna. Zudem setzt man sich mit Fachleuten zusammen, mit Meeresbiologen, Campaignern, NGOlern, Künstlern, Programmierern. Ziel ist es, gemeinsam ein Tool zu entwickeln, dass denjenigen Menschen, die sich für die Meere einsetzen wollen, hilft, den Bereich, die Form und vor allem Gleichgesinnte und Mitstreiter zu finden, die ihnen adäquat sind.
Der ehrenamtlich tätige Verein finanziert sich ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge und Spenden. Dies gibt ihm die Freiheit, sich unabhängig für seine Ziele einzusetzen. Deepwave hat auch eine informative kleine „Meeresfibel“ herausgegeben. Sie heißt „Unser Blauer Planet“ und ist gegen eine Schutzgebühr von 5,- Euro in der Buchhandlung Tolle Geschichten am Tornberg erhältlich. Wer möchte, darf aber natürlich auch gern mehr spenden. Auf der Webseite gibt es dazu auch verschiedene Möglichkeiten, es geht aber auch direkt an DEEPWAVE e.V. / Konto: Hamburger Sparkasse, IBAN: DE10 2005 0550 1208 1167 13.

Hinweis: Alle Hintergrundinformationen und verschiedene, wissenschaftliche Passagen aus diesem Text stammen aus der Feder des Meeresbiologen Onno Groß. Wer mehr dazu lesen und weitere spannende Informationen bekommen möchte, wird fündig auf der Internetseite www.deepwave.org.

Plakatwand in Klein Borstel

Die Stellwand vom Heimatverein Klein Borstel steht im Dorfkern – direkt vor Mein Friseur Meinecke an der Stübeheide. Hier lassen sich Veranstaltungen und andere nicht-gewerbliche Informationen veröffentlichen. Allerdings soll hier nicht wahllos angeklebt werden. Wer Interesse hat, den Platz für eine Ankündigung zu nutzen, kann sich wenden an: Jürgen Bergner, Tel.0170 – 930 93 71

Flohmarktzeit

Am 1. September ist es soweit: Der große Flohmarkt in Klein Borstel lädt von 13 bis 17 Uhr zur Schnäppchenjagd. Wer sich noch einen Verkaufsstand sichern möchte, kann dies in der Buchhandlung Tolle Geschichten am Tornberg machen. Der Preis für einen 3-Meter-Stand beträgt 20,- Euro. Veranstalter sind der Heimatverein und die IG der Gewerbetreibenden in Klein Borstel.

Kita-Flohmarkt

Am Sonntag den 15. September findet der erste Eltern-Kind-Flohmarkt in der Kita Sodenkamp statt. Kleidung, Spielzeug, Bücher und Schnäppchen für Groß und Klein laden von 10 bis 13 Uhr zum Stöbern ein. Selbstgebackener Kuchen und frischer Kaffee sorgen für die kleine Stärkung zwischendurch. Alle Beteiligten freuen sich auf viele Besucher auf dem Kita-Gelände am Sodenkamp 3.

Volkslauf Alstertal

Bereits zum 29. Mal richtet der Lauftreff Alstertal den „Volkslauf durch das schöne Alstertal“ aus. 2500 Läuferinnen, Läufer und Kinder mit etwa genauso vielen Zuschauern werden zu einem der größten und wenigen, noch existierenden ehrenamtlich geführten Volksläufe in Hamburg am 29. September erwartet. Entlang des Alsterlaufes durchqueren die Teilnehmer von Klein Borstel bis Poppenbüttel die grüne Naturidylle Hamburgs. Während es auf der Bambini-Strecke und den Läufen bis 10 km noch moderat zu geht, muss man für den Halbmarathon gut vorbereitet und mit ausreichend Kondition an den Start gehen. Auf der amtlich vermessenen Strecke von 21,1 km sind einige Höhenmeter, wellige Waldwege und zahlreiche Flussbrücken zu bezwingen, um nicht vom Besenfahrrad bedrängt zu werden. Zieleinlauf für die Sportler ist vor dem Schulhof des Albert-Schweizer Gymnasiums in Klein Borstel. Hier erwartet die LäuferInnen, Zuschauer und Gäste, Anwohner und Sponsoren eine tolle After Race Party mit Siegerehrung und Tombola. Für einen kleinen Preis werden Kaffee und Kuchen, Herzhaftes und Getränke, Musik und tolle Stimmung angeboten.Der erste Lauf startet mit dem Halbmarathon zum hella Laufcup um 10 Uhr. Danach folgen der Halbmarathon der Volksläufer, die 10 km Starter, die 4 km Starter, die Schnupper-Läufer und die ganz Kleinen auf der Bambini-Strecke. Vor den Starts gibt es jeweils ein lockeres Aufwärm-Programm mit Musik. Anmeldungen zum Lauf sind noch bis zum 15. September unter www.lauftreff-alstertal.de möglich.

Canastaspieler gesucht

Immer am ersten Montag im Monat lädt der Heimatverein ab 19 Uhr die Kartenspieler/innen in Klein Borstel zum gemeinsamen Reizen und Zocken. Dann wird im Familienzimmer vom Gemeindehaus ein ordentlicher Skat gekloppt – und eigentlich kann auch Canasta gespielt werden. Die Betonung liegt allerdings auf „eigentlich“, denn seit einiger Zeit fehlen hierfür genügend Mitspieler/innen. Vielleicht findet sich ja der eine oder die andere, um die entstandenen Spielerlücken zu fühlen. Interessenten können sich für weitere Infos gerne bei Arnold Meinecke unter Tel. 5935 37 88 melden.