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Jahresauftakt mit Kleinholz.

Der Heimatverein ließ am 11. Januar nochmal kurz die Erinnerung an die just vergangene Weihnachtszeit in Klein Borstel aufleben und rief zum gemeinsamen Tannenbaum-Schreddern ins Dorfzentrum.
Nachdem im vergangenen Jahr wegen konsequenten Nieselregens aus einem dunkelgrauen Himmel das traditionelle Outdoor-Gemeinschaftserlebnis nur wenige Anhänger gefunden hatte, hatte der Häcksler in diesem Jahr doch deutlich mehr zu tun. Das von den Meteorologen versprochene trockene und milde Wetter machte es möglich. Welche prozentuale Steigerung die Anzahl der zu schreddernden Bäume – von 25 (in 2019) auf 87 (in 2020) – darstellt, darf jeder gerne selber ausrechnen. Der 2.Vorsitzende vom Heimatverein, Sven Mamero, und sein Organisations-Team konnten auf jeden Fall zufrieden sein. Übrigens ist Klein Borstel einer der wenigen Stadtteile in Hamburg, der die Möglichkeit bietet, den abgeschmückten Christbaum kurz nach dem Jahreswechsel in einen laut röhrenden Schredder zu werfen und sich dabei in der Gemeinschaft ein letztes Mal an weihnachtlichem Glühwein oder Punsch zu wärmen und ein heißes Würstchen zu verspeisen. Finkenwerder hat mit dem Schredderfest, das dort die Feuerwehr organisiert, eine vergleichbare Tradition.

Ob Groß, ob Klein – alle, die an diesem Januarsamstag zur Mittagszeit in den Dorfkern kamen, hatten ihren Spaß und brachten gute Laune und natürlich reichlich Gehölz mit. Manch einer ging sogar extra nochmal los und brachte dann den Baum von den Nachbarn noch vorbei. Die Herren für’s Grobe am lauten Häcksler waren Heiko Gloe und Kay Meinecke – von manch kleinem Besucher voll Bewunderung aufmerksam beobachtet. Das Kleinholz landete – frisch ausgepustet – in einem Anhänger vom THW, den Heiko Gloe netterweise und kostenfrei besorgt hatte. In der Luft lag ein einzigartiges Mischaroma aus Tannennadeln und Benzin.
Es gab Klönschnack aller Orten: Berichte über Kurzurlaube zu Silvester, gute Wünsche zum neuen Jahr. Und dann schwelgten manche auch in Erinnerungen: „Weißt du noch, als wir damals beim Tannenbaum-Schreddern mit den Kindern eine Schneeballschlacht gemacht haben?“ Ja, genau zehn Jahre ist das her und damals hatte das winterlich-frostige Tief „Daisy“ Hamburg fest im Griff. Der Klein Borsteler titelte damals zur Veranstaltung in 2010: „Daisy und die S-Bahnditen“, denn die Kids hatten sich zur Schneeballschlacht oben auf dem Vordach der S-Bahn-Station postiert und damit die deutlich bessere Position für ihre Wurfgeschosse, als die unten befindlichen Erwachsenen. Aber so richtig vermisst hat den Schnee, der sich ja in Hamburg generell eher schnell zu Schneematsch entwickelt, dann doch keiner. Nach zwei Stunden waren alle Töpfe leer, Parkbuchten und Gehweg von Tannennadeln gesäubert und der gelungene Jahresauftakt mit Kleinholzproduktion beendet. Dann hoffentlich auf ein Neues im nächsten Jahr.

Jahreshauptversammlung

Der Heimatvereins Klein Borstel lädt seine Mitglieder am Dienstag, dem 11. Februar um 19.30 Uhr zur Jahreshauptversammlung ein. An diesem Abend stehen im Gemeindesaal nicht nur die jährlichen Berichte, Ehrungen und turnusmäßige Wahlen an, der Verein feiert auch schon mal ein bisschen sein 70-jähriges Bestehen. Deswegen gibt es im Anschluss an das Pflichtprogramm eine kleine kulinarische Kür mit Häppchen und kühlen Getränken. Einlass für alle ist ab 19 Uhr.
Die große Feier zum 70. Bestehen des Vereins wird dann übrigens am Samstag, dem 6.Juni im Gemeindehaus gefeiert. Einzelheiten dazu werden noch rechtzeitig bekannt gegeben. Interessierte können sich den Termin dennoch schon einmal vormerken..

Lecker Karpfen, lecker Ente

Der Heimatverein Klein Borstel lädt seine Mitglieder und Freunde ein, am Sonntag, dem 16. Februar zum traditionellen Karpfen- und Entenessen mitzufahren. Es geht wieder die Pirsch-Mühle nach Hamfelde bei Trittau. Abfahrt ist um 12 Uhr ab Ladenzeile Stübeheide. Der Festschmaus soll dann um 13 Uhr auf den Tischen stehen. Anmeldung bei Arnold Meinecke unter Tel. 593 537 88 (ggf. auch AB). Bitte geben Sie bei der Anmeldung Ihren Essenswunsch (Fisch oder Fleisch) an und, ob Sie Mitglied im Heimatverein sind oder als Gast mitfahren. Und auch die Telefonnummer nicht vergessen. Die Fahrt findet nur bei mindestens 20 Teilnehmern statt und ist begrenzt auf 50. Kosten: 22,- Euro für Mitglieder, Gäste zahlen 27,- Euro.